Was findest du an russischen Frauen?
Diese Frage hat mir mal ein Freund gestellt, als er mich
auf einer dieser Großstadtparties beobachtete. Den
ganzen Abend saugte sich mein Blick an einer schönen,
jungen Frau fest, die mit ihren Freundinnen russisch
sprach. Frank amüsierte sich darüber, dass ich mich die
ganze Zeit in der Nähe der russischen Frauen
herumdrückte und gebannt auf die drei Grazien schaute.
Jung waren sie und selbstsicher. Frech
warfen sie ihre Haarmähnen herum und bewegten sich, als
würden sie für ein Hochglanzmagazin posieren. Und ich
stand dabei mit einem steifen Schwanz in der Hose.
Natürlich ist nichts passiert an dem Abend, wie an solchen
Abenden nie etwas passiert. Dazu bin ich nicht leider der
Typ. Aber das tut meiner Faszination keinen Abbruch.
Was also macht für mich den Reiz einer
russischen Frau aus? Vielleicht ist es die Sprache.
Vielleicht ist es die geheimnisvolle Ausstrahlung, die
private Russinnen um ihre Augenwinkel haben. Dieser Hauch
von Verderbtheit gepaart mit stolzer, aristokratischer
Eleganz. Vielleicht ist es der schleppende Gang ihrer
Worte, die mir immer das Gefühl geben, sie würden mich
durchschauen und mit mir spielen. Das also sind Dinge, die
mich an schönen Russinnen fasziniert.
„Woran denkst du?“ Ihre Stimme holt mich
aus meinen Träumereien zurück. Leise kichert sie. Wie
sinnlich ihre Stimme ist. Das gebrochene Deutsch macht sie
noch erotischer. Man war das eine geile Russin.
„Du denkst an Schweinereinen.“ Das
stellt sie einfach so fest.
„Stellst du dir vor mit mir Liebe zu
machen?“ Mein Atem stockt. Seit ein paar Wochen
telefoniere ich nun mit Nadja, einem großen, schlanken,
dunkelhaarigen Teufel aus Sankt Petersburg, die nun in
Hamburg gelandet ist. Sie könnte ohne weiteres Model sein,
aber das interessiert sie nicht. Sie liegt lieber faul im
Bett und telefoniert mit Männern.
„Telefonsex ist gut.“ Mehr sagte sie
nicht, als ich sie einmal danach fragte, warum sie bei
einer Telefonsex-Hotline arbeitet.
„Also sag mal, was stellst du dir gerade
vor.“ Ihre dunkle Stimme klingt heute besonders rauchig.
„Hast du eigentlich einen Freund?“ Ich
zittere, als ich die Frage stelle.
„So etwas fragt man nicht!“ Ihre Antwort
kommt schnell und bestimmt.
„Es geht dich nicht an, mit wem ich es
mache.“
Wie unversöhnlich es sie sein kann. Sie
weiß genau, was sie machen muss, um mich verrückt zu
machen. Aber das ist in Ordnung für mich. Ich bin kein
Mann, der seine Gefühle unbedingt verstecken muss.
„Was kanntest du für russische Frauen,
bevor du mit mir telefoniert hast?“ Ich nenne ihr ein paar
Namen: Svetlana, Maruschka, Olga, Katherina.
„So viele? Du bist ein kleines Ferkel.“
„Gibt es noch andere, die du beim
Telefonsex anrufst?“ Ich antworte wahrheitsgemäß mit nein.
„Gut so, das dulde ich auch nicht.“ Ihre
rauchige Stimme macht mich verrückt. Seit ich Nadja bei
der Flirthotline kennen gelernt habe, ist alles anders.
Jedes ihrer Worte jagt kleine Schauer über meinen Rücken.
Ich starre auf ihr Bild, das sie mir vor ein paar Wochen
per Mail geschickt hat und sehe eine junge Russin, mit
klassisch, schönen Gesicht.
„Ist dein Stab hart?“ Ich schließe kurz
die Augen.
„Ja, er ist hart, Nadja.“
„Weißt du, ich liege grade auf meinem
Divan und habe meine Beine ausgesteckt. Heute trage ich
schwarze Wäsche, BH und String, einen Strumpfhalter und
Nylonstrümpfe.“ Mein Atem stockt. Obwohl sie mir ein ganz
normales Bild geschickt hat, kann ich mir in allen
Einzelheiten vorstellen, wie sie aussieht.
„Für wen trägst du das?“ Ich stelle
meine Frage ganz vorsichtig.
„Für mich, was denkst du denn?“ Ihre
Antwort trifft mich wie ein Peitschenhieb.
„Weißt du, ich streichele mich gerade.
Ganz langsam streicht meine Hand über meine langen
Schenkel. Du weißt doch, ich habe lange lackierte
Fingernägel…“ Sie redet nicht weiter und ich habe einen
ausgewachsenen steifen Stab, der sich gegen den Stoff
meiner Hose presst. Ich sehe sie vor mir auf dem Divan,
ausgestreckt, lasziv und geheimnisvoll. Woran sie wohl
denkt, wenn wir telefonieren? Ich frage sie das nicht,
denn sie würde es mir nicht sagen. Ob sie an die Weiten
der russischen Tundra denkt oder an dekadente
Ausschweifungen?
Irgendwie würde es mich nicht wundern,
wenn sie ihre Zigaretten mit einer langen Spitze raucht.
Spielt jetzt mein Kopfkino verrückt?
„Was stellst du dir gerade vor?“ Soll
ich die Wahrheit sagen? Soll ich ihr sagen, dass ich mir
vorstelle, neben dem Divan zu hocken und ihren Körper zu
streicheln? Soll ich ihr sagen, dass ich mir vorstelle,
meinen Kopf zwischen ihre Schenkel zu pressen und sanft
den duftigen Stoff ihres Höschens zu küssen? Soll ich ihr
das sagen? Ich wage es und sie lacht leise.
„Du bist schlimm“, tadelte mich meine
schöne Russin leise. „Ich sollte nicht mehr mit dir
telefonieren…“ Sie machte eine Pause. „Sonst willst du
irgendwann vielleicht noch ein Sex Date mit mir. Erst nett
an der Flirthotline reden und dann wollt ihr uns
unschuldige süße Russinnen zu einem versauten Sexabenteuer
verführen.“ Sie kichert wieder.
„Ich würde nie…“
Weiter komme ich nicht, denn sie fällt
mir ins Wort. „Ok, machen wir mal richtigen Telefonsex“,
nuschelt sie. „Hol dein Ding mal raus und streichele ihn
dir. Stell dir vor, ich würde das machen. Los ich will
hören, wie du es dir machst und wenn ich es sage, gibst du
mir deinen Saft.“
Atemlos verfolge ich ihre Worte und
folge begierig ihren Wünschen.
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