Dildo
Es ist wieder einmal einer dieser
Abende, an denen mich mein Göttergatte versetzt hat, weil
er so viel Arbeit im Büro hat. Ob da die neue Sekretärin
hinter steckt? Dieses kleine, rothaarige Biest, das ihm
immer wieder um die Beine schwirrt, wenn ich ihn mal
abholen komme aus der Firma. Aber eigentlich ist es mir
egal, ob mein Mann sich in ihr kleines Ärschchen verliebt
hat.
Lächelnd proste ich mir zu und blicke in
den Spiegel. Mein Körper ist immer noch perfekt in Form
und obwohl ich mittlerweile weit in den Dreißigern bin,
fühle ich mich erst jetzt richtig erwachsen als Frau.
Kritisch schaue ich in den Spiegel und mustere meine
Figur.
Meine vollen, festen Brüste recken sich
einladend unter dem kurzen Babydoll, das ich mir nach dem
Duschen angezogen habe und unter dem dazu passenden
Höschen kräuselt sich mein gepflegtes, dunkles Schamhaar.
Neugierig mache ich einen Kussmund und muss dann über mich
selbst lachen. Noch einen großen Schluck Wein und ich
tänzele auf meinen hochhackigen Sandalen durch die Wohnung
in meine Lieblingsecke.
Langsam lasse ich mich auf das breite,
große Sofa fallen und strecke meine Beine aus. „Schatz, du
ruinierst ja mit den Absätzen den Lederbezug.“ Ich höre
das Kreischen in seiner Stimme, aber er ist ja nicht da
und so bohre ich mit voller Absicht einen meiner Absätze
in den Bezug. Andere Männer würden es lieben, wenn ich
mich so vor ihnen räkele und mich von meiner schönsten
Seite zeige. Ich schaue mich um. Alles ist griffbereit,
fehlt nur noch ein netter Anrufer, mit dem ich mir meine
Zeit vertreiben kann. Aber auch der wird kommen, da bin
ich mir sicher. Bisher war immer einer zur Stelle, wenn
ich eine lüsterne Stimme hören wollte und meine
Gesprächspartner beim Telefonsex reagieren ganz anders auf
mich, als es mein Mann mittlerweile tut. Früher war er
feurig und gierig, nun ist er verständnisvoll und
zurückhaltend. Egal, ich werde mich also auf meine
Abenteuer beim Telefonsex konzentrieren und meinen Mann
seinen Spaß in der Firma lassen. Und dann, wie auf
Bestellung klingelt das Telefon.
„Anna, hier hallo.“ Warum soll ich die
Männer bei meinem Vornamen anlügen? „Ich bin Georg.“ Seine
Stimme macht mich an. Er ist sicherlich etwa in meinem
Alter und hat eine gepflegte Stimme, die zurückhaltend und
intensiv rüberkommt. Langsam kommen wir ins Gespräch.
Während er mir etwas von sich erzählt, tänzelt eine meiner
Hände über meinen Bauch und streichelt meine Hüften. Dann
verirrt sie sich kurz zwischen meine Schenkel.
„Was würdest du jetzt gerne machen?“
Seine Frage erfreut mich. Endlich mal jemand, der auch an
meine Bedürfnisse denkt. „Ich würde mich gerne verwöhnen
und dabei deine Stimme hören.“ Es ist so leicht, ihm meine
Wünsche mitzuteilen. Ich fühle mich gut aufgehoben bei ihm
und spüre seine Kraft und Wärme.
„Wie verwöhnst du dich am liebsten?“
„Mit einem Dildo Sex“, sprudelt es aus mir heraus.
Ich habe gar nicht lange nachgedacht, ob er jetzt hören
möchte, dass ich seine Männlichkeit spüren will. Ich habe
ihm gesagt, wonach mir ist. Für mich sind die intimsten
Momente meiner Erregung, wenn ich es mir langsam mit einem
Dildo mache. Er gleitet über meine Haut, fährt meinen
Konturen nach, um dann langsam über meine Brüste zu
streichen, um dabei meine vorwitzigen Brustwarzen zu
berühren.
„Erzähl mir mehr davon, wie es dir dabei
geht, wenn du dich mit dem Dildo befriedigst.“ Der Mann
hat wirklich Interesse an meinem Sexleben und an meinen
Erotikfantasien. Das wird großer Telefonsex, das spüre ich
jetzt schon. „Es ist unglaublich, wenn ich ihn in der Hand
habe und meine Finger über seine Länge streicheln. Ganz
langsam lasse ich meine Finger über einen Dildo streichen.
Es ist anders, als wenn man einen Schwanz anfasst. Man
kann sich vollständig auf seine eigenen Gefühle
konzentrieren und sich jeden Millimeter des Dildo
Sex liebevoll vornehmen…“
Ich höre ein leises Kichern aus der
Leitung. „Was hast du“, frage ich unsicher. Er lacht und
dann sagt er: „Irgendwann werde ich dir dabei mal
zuschauen, wenn du das machst. Ich werde dir
gegenübersitzen und dir in die Augen schauen und dann
deine Fingerspiele auf dem Dildo beobachten…“
Er sagt es, als würde ich um die Ecke
wohnen und müsste nur gerade einmal bei mir klingeln. Aber
irgendwie ist das Komische an der Situation, das es mir
verdammt gut gefallen würde, wenn er das macht.
„Mach weiter mit dem Dildo. Eben warst
du noch damit bei deinen Brustwarzen…“ Entspannt strecke
ich meine Beine aus und spreize meine Schenkel leicht.
„Wenn ich meine Brustwarzen mit der Spitze des Dildo
begrüßt habe, dann lasse ich ihn langsam an meinem Körper
herunter gleiten und fahre mit der Spitze über meine
Schamlippen, ganz sanft und flatternd.“ Ich mache eine
Pause.
„Mach es für mich, spiel mit dir. Las
deinen Dildo zwischen deine Beine gleiten und streichele
damit über deine Klitoris.“ Seine Stimme hat jetzt einen
verschwörerischen Unterton, während ich nur allzu gerne
den gehauchten Anweisungen meines Telefonsexpartners
nachkomme.
Schnell spüre ich, wie das sanfte
Pulsieren meiner Lippen kräftiger wird und Blut in meinen
Schoss pumpt. Telefonsex kann so scharf sein, schießt es
mir durch den Kopf. Meine Finger umklammern den Dildo und
führen die Spitze langsam über meine Spalte.
Lockend gleitet er über meine feuchte
Lust und ich muss leise Aufstöhnen. Wieder höre ich sein
leises, spöttisches Lachen.
„Und jetzt schieb dir das Ding tief in
deine hungrige Möse.“ Seine Worte rauben mir den Atem.
Genauso brauche ich es jetzt. Direkt und tabulos. „Los
schiebe ihn dir endlich in deinen Körper, ich will ihn in
dir verschwinden sehen…“ Mein Atem stockt und ich schließe
die Augen, als ich seinen Anweisungen nachkomme.
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